INTERLEUKINTHERAPIE Neue Behandlungsmöglichkeiten bei Ischiasbeschwerden, chronischen Rückenschmerzen, Arthrose, rheumatioder Arthritis. Entzündungshemmung durch körpereigene Botenstoff, der aus Eigenblut des Patienten gewonnen wird. Der menschliche Körper verfügt über verschiedene eigene Systeme , um auf Entzündungen zu reagieren. Vermittelt werden diese in einer Art Kettenreaktion stattfindenden biochemischen Prozesse durch Botenstoffe, die in bestimmten weißen Blutkörperchen gebildet werden, den Monozyten. Die Entzündungsreaktion wird vor allem von dem Eiweiß Interleukin-1 ( IL-1) hervorgerufen. Sein natürlicher Gegenspieler ist der Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist ( IL1RA, auch ein körpereigenes Eiweiß ) . Diese körpereigenen Systeme befinden sich in einem feinabgestimmten Gleichgewicht, so kann der Körper Entzündungen erkennen und bekämpfen. Bei chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel der rheumatoiden Arthritis, Abnutzungen der Knorpelschicht in den Gelenken (Arthrose) oder Abnutzungserscheinungen an den Bandscheiben ,sowie durch ständige Reizungen eines Nerven infolge eines Bandscheibenvorfalls kann dieses Gleichgewicht nachhaltig gestört werden. Die Entzündung gewinnt die Oberhand, wird chronisch und lässt sich nur noch sehr schwer durch die körpereigenen Kräfte beherrschen. Die Folgen sind ständige Schmerzen in den jeweiligen Entzündungsbereichen. Diese äußern sich z.B. in ständigen Rücken-, Nacken-,Gelenk-, Arm-, oder Beinschmerzen. Die ständige Entzündungsreaktion führt aber nicht nur zu lästigen bis unerträglichen Schmerzen, sondern führt auch zu einer zunehmenden Zerstörung der Knorpelschicht in den betroffenen Gelenken ,der jeweiligen Bandscheibe und vor allem zu einer Schädigung des betroffenen Nerven bzw. Nervenwurzel. Ziel der neuartigen und zukunftsorientierten Behandlung ist es, dem Körper zu helfen, den Gegenspieler des überschießend produzierten Interleukin-1 am Ort ! der Entzündung zu Verfügung zu haben, um die durch das Interleukin-1 in Gang gesetzte Kettereaktion zu stoppen. Dies geschieht mit einem „Trick." Vorgehensweise: Dem Patienten werden 50 ml Blut in einer Spritze entnommen, die im Inneren eine spezielle Beschichtung erhalten hat. Durch diese Beschichtung werden bestimmte weiße Blutkörperchen, die Monozyten, angeregt, vermehrt IL –1 RA , den Gegenspieler des Botenstoffes für die Entzündungsreaktion, zu produzieren. Dieses Blut wird dann in einem Speziallabor in einem hochsterilen Verfahren aufgearbeitet (das Serum wird von den übrigen Bestandteilen getrennt), und anschließend tiefgefroren. Das gewonnene, mit körpereigenem Interleukin-1 Rezeptor-Antagonist angereicherte Serum wird auf 8-10 Einzelportionen verteilt. Für die erforderlichen mehrfachen Behandlungen wird jeweils eine Portion aufgetaut und sozusagen punktgenau mit Hilfe z.B. der Computertomografie an den jeweiligen Entzündungsherd gespritzt. Die hohe Effektivität erreicht man nur mit Hilfe sogenannter bildgebender Verfahren, wobei die Strahlenbelastung für den Patienten sehr gering ist. Durch die hohe Konzentration des Entzündungshemmers am Ort des Geschehens wird die Entzündung, damit der quälende zerstörerische Prozeß zurückgedrängt und oft sogar zum Stillstand gebracht. Das gespritzte IL-1RA regt den Körper gleichzeitig an, eigenes IL-1RA zu bilden, dadurch kann das gestörte Gleichgewicht auch über einen längeren Zeitraum wiederhergestellt werden . Die überragenden Vorteile dieser Methode durch die Therapie mit einem körpereigenen Stoff bestehen - in der absoluten Spezifität der Wirkung, d.h. die Therapie ist genau auf die Entzündungshemmung „geeicht" - der Patient hat sein eigenes Medikament - im Fehlen der möglichen Nebenwirkungen der in den herkömmlichen, auch bewährten Therapie verwendeten Medikamenten(u.a.Cortison) ,wie z.B.Allergien , Blutdruck- und Blutzuckersteigerungen , Hormonveränderungen, Infektanfälligkeit, Knochenschwund, vorübergehende Gesichtsschwellungen , Zyklusstörungen - die Therapie ist besonders auch für Diabetiker geeignet, und Patienten, die bereits viele Medikamente auf Grund anderer Erkrankungen einnehmen müssen - spezifische Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Dies äußerst moderne und effektive Therapie wurde bis jetzt noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen in den offiziellen Behandlungskatalog aufgenommen. Auf Antrag werden aber im Einzelfallentscheidungsverfahren Kostenerstattungen durch die gesetzlichen Krankenkassen erbracht. Ebenso ist eine privatärztliche Behandlung möglich. Was ist zu beachten: Während und nach der Injektion könne Schmerzen, Hitzegefühl, Rötungen und Schwellungen – evtl. mit Erguß ( klar bis gelblich trüb) im Bereich der Injektion auftreten ( sehr selten). In seltenen Fällen werden örtliche oder allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen wie Fieber, Schüttelfrost, Hautreaktionen, Atemnot, Herzjagen und Blutdruckveränderungen beobachtet. Gegenmaßnahmen: Behandlung der Symptome Nur bei besonders schwerer Symptomatik wird ein Abbruch der Therapie erforderlich. Der behandelnde Arzt muß durch den Patienten über eventuelle Erkrankungen, insbesondere Diabetes mellitus oder die Einnahme gerinnungshemmender Medikamente sowie das Vorliegen einer eventuellen Schwangerschaft vor der Behandlung informiert werden. Die Interleukin 1A RA Therapie basiert auf sorgfältigen Beobachtungen an einer großen Zahl von Patienten , auf einer Analyse der weltweiten Literatur , auf umfangreichen Laboruntersuchungen und vor allem auf ärztlicher Erfahrung. Sie ist aber zur Zeit noch keine allgemein verbreitete und anerkannte Therapie. Andere , schulmedizinisch anerkannte und allgemein verbreitete Behandlungen Ihrer Wirbelsäulenerkrankung sind physikalische , medikamentöse und operative Maßnahmen. |